Erstmals liegen amtliche Baupreisindizes zu den NHK 2010 vor

Baupreisindex Aug 2013Die Baupreisindizes wurden vom Statistischen Bundesamt für den Berichtsmonat August 2013 erstmals auf der neuen Indexbasis 2010 = 100 berechnet.

Maßgaben der Sachwertrichtlinie zum Baupreisindex

Gemäß Nr. 4.1.2 der Sachwertrichtlinie sind die aus den Kostenkennwerten der NHK 2010 ermittelten Herstellungskosten auf den Wertermittlungsstichtag zu beziehen. Hierzu ist der für den Wertermittlungsstichtag aktuelle und für die jeweilige Gebäudeart zutreffende Preisindex für die Bauwirtschaft des Statistischen Bundesamtes (Baupreisindex) mit dem entsprechenden Basisjahr zu verwenden.

Umbasierung

Bislang hat das Statistische Bundesamt den Baupreisindex zum Basisjahr 2005 = 100 veröffentlicht. Deshalb mussten die amtlichen Indizes mit einer einfachen Dreisatzrechnung auf das Basisjahr 2010 = 100 umbasiert werden. Wie das geht, erläutert die Sachwertrichtlinie in Abs. 2 der Nr. 4.1.2 in einem Beispiel.

Sprengnetter basiert die amtlichen Indizes auf die in der Wertermittlung benötigten Basisjahre (1913, 1914, 2000 und 2010) um und veröffentlicht diese in den Marktdaten und Praxishilfen. Dies erspart dem Praktiker die lästige Umrechnung. Auf Sprengnetter.de findet der Bewertungspraktiker zudem die aktuellen Baupreisindizes für die Basisjahre 2010 = 100 und 2000 = 100.

Erstmals amtliche Baupreisindizes mit Basis 2010 = 100

Die Baupreisindizes wurden vom Statistischen Bundesamt nun für den Berichtsmonat August 2013 erstmals auf der neuen Indexbasis 2010 = 100 berechnet. Dieser Neuberechnung liegen Wägungsschemata zugrunde, die die Bauweise im Basisjahr 2010 widerspiegeln. Zur Erstellung der neuen Wägungsschemata wurden 35 Baumaßnahmen im Hochbau und 108 Baumaßnahmen im Tiefbau ausgewertet.

Die neu berechneten Indexwerte ersetzen die bisher veröffentlichten Baupreisindizes von Februar 2010 bis Mai 2013.

Aufgrund der geänderten Wägungsschemata weichen die neuen 2010er Indizes für den Zeitraum 2010 bis 2013 geringfügig von den auf 2010 umgerechneten 2005er Indizes ab. Diese Änderungen sind jedoch so geringfügig, dass sie keine signifikante Auswirkung auf das Ergebnis einer Markt- und Beleihungswertermittlung haben.

Keine Differenzierung in Einfamilien- und Mehrfamiliengebäude mehr

Gemäß Nr. 4.1.2 der Sachwertrichtlinie sind die für die jeweilige Gebäudeart zutreffenden Baupreisindizes des Statistischen Bundesamtes zu verwenden. Bislang hat das Statistische Bundesamt getrennte Indizes für Einfamilien- und Mehrfamiliengebäude ermittelt. Diese Differenzierung wurde nun aufgegeben, da die festgestellten Preisentwicklungen in der Vergangenheit sehr ähnlich waren und damit deren zusätzliche Berechnung – über die für „Wohngebäude insgesamt“ hinaus – nicht gerechtfertigt ist. Zukünftig gibt es nur noch den Preisindex für Wohngebäude.

Bei dem Preisindex für die Instandhaltung von Mehrfamiliengebäuden werden jetzt auch Einfamiliengebäude mit einbezogen. Entsprechend ändert sich die Bezeichnung des Index in „Preisindex für die Instandhaltung von Wohngebäuden“.

Geänderter Warenkorb

Von den 186 Bauleistungen (Erhebungspositionen) des Basisjahres 2005 werden 14 aufgrund ihrer vergleichsweise geringen Bedeutung zukünftig nicht mehr erhoben. Andererseits sind mit der Umstellung auf das Basisjahr 2010 fünf neue Bauleistungen erstmals in die Indexberechnung einbezogen worden.

Baupreisindex für Wohngebäude im August 2013: + 2,0 % gegenüber August 2012

Die Baupreise für den Neubau konventionell gefertigter Wohngebäude (Bauleistungen am Bauwerk, einschließlich Umsatzsteuer) in Deutschland stiegen im August 2013 gegenüber August 2012 um 2,0%. Einen geringeren Anstieg hatte es zuletzt im November 2010 gegeben (+1,5%). Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) weiter mitteilt, hatte der Preisanstieg im Mai 2013 im Jahresvergleich bei 2,1% gelegen. Von Mai 2013 auf August 2013 erhöhten sich die Baupreise um 0,4%.

Baupreisindizes für Bewertungspraktiker

Für Wertermittlungszwecke werden vielfach (noch) Baupreisindizes zur Basis 2000 = 100 benötigt. Sprengnetter Immobilienbewertung stellt Ihnen deshalb diese durch Umbasierung der amtlichen Baupreisindizes auf die Basis 2000 ergänzend zur Verfügung.

Die aktuellen Baupreisindizes zur Basis 2010 = 100 und 2000 = 100 finden Sie bei Sprengnetter.

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.